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Der neue Mitarbeiter ist da und jetzt? Wie Onboarding und Training gelingt.

Erfolgreiche Unternehmer wissen: Der Erfolg ihres Unternehmens steht und fällt mit den Mitarbeitern. Doch motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter fallen nicht vom Himmel. Sie sind vielmehr das Ergebnis einer modernen, fairen und konstruktiv – partnerschaftlichen Unternehmenskultur. Solch eine Kultur will geschaffen und gelebt werden und das ist eine zentrale Führungsaufgabe!

Dieser Artikel beschreibt 3 zentrale, unternehmerische Aufgaben, deren Umsetzung entscheidend dazu beiträgt, zufriedene und leistungsorientierte Mitarbeiter möglichst lange im Unternehmen zu halten.

 

1.       Onboarding und Ausbildung

 

Onboarding bedeutet, dem neuen Mitarbeiter eine professionelle, strukturierte und geplante Einarbeitungsphase zur ermöglichen, und zwar in 2-facher Hinsicht.

 

In fachlicher Hinsicht, gilt es den Mitarbeiter entsprechend seiner Vorkenntnisse und entsprechend der neuen Aufgabe vernünftig auszubilden, ggf. unter Hinzuziehung externer Dienstleister.

So kann von einem neuen beispielsweise Verkäufer nicht erwartet werden, dass er vom 1. Tag an die gewünschten Umsätze generiert, nur weil er irgendwo (anders) mal ein „erfolgreicher“ Verkäufer war.

Nein, es ist unerlässlich und liegt in der Verantwortung des Unternehmers, neue Mitarbeiter auf ihre spezifischen Aufgaben vorzubereiten und auszubilden.

 

In kultureller Hinsicht sollte dem neuen Mitarbeiter die Gelegenheit gegeben werden, die Kollegen kennenzulernen, die Abläufe, die Interna, quasi die DNA des Unternehmens aufzusaugen.

 

So eine Einarbeitungsphase dauert meist 1 -  4 Wochen, je nach Unternehmensgröße. Ein gut strukturierter Einarbeitungsplan mit fest geplanten Terminen und Zeiten macht viel Sinn und gibt allen Beteiligten Sicherheit.

 

2. Weiterbildung

 

Weiterbildung wird (gerade von KMU) häufig in der Weise praktiziert, dass diese punktuell und mehr oder weniger zufällig mit dem Prinzip „Gießkanne“ über die Belegschaft ausgeschüttet wird. So wird Weiterbildung manchmal als Weihnachtsgeschenk betrachtet, als Belohnung für ein erfolgreiches Projekt oder eben, weil man es „mal wieder machen sollte“.   Wenn der Startrainer 1x pro Jahr eine Verkaufsschulung abhält, ohne das Unternehmen und die wirklichen Bedarfe zu kennen (!), dann darf man sich nicht wundern, wenn die teure Schulung am Ende nichts gebracht hat, außer kurzfristige Begeisterung (Die dann nach 2 bis 3 Tagen meist auch schon wieder abgeklungen ist).

 

Weiterbildung, wenn sie dem Unternehmen wirklich etwas bringen soll, gründet immer auf ein Weiterbildungskonzept:

 

Welche Trainingsinhalte sollten (müssen) wir für welche Mitarbeiter wann, wie und von wem umsetzen, damit wir unsere kurz/mittel- und langfristigen Unternehmensziele erreichen?

 

Solch ein Personalentwicklungskonzept ist keine Mammutaufgabe. Es bedarf schlichtweg den strategischen Überlegungen des Unternehmers: Wo will ich hin und welche Kompetenzen brauche ich dazu?

 

Eine praktische Grundlage für eine zielorientierte Weiterbildung können KPIs sein. KPIs lassen sich sowohl für den Vertrieb, als auch für die Technik gut und einfach umsetzen. Sie sind unbestechlich, objektiv und zeigen ungefiltert auf, wo die wirklichen Trainingsbedarfe liegen.

 

3. Learning & Development

 

Unter dem Begriff „Learning & Development“ (L & D) lässt sich der gesamte Bereich der Aus- und Weiterbildung, des Trainings, des stetigen Lernens und des Umgangs mit Wissen und Informationen zum Wohle (Development!) des Unternehmens zusammenfassen.

 

L & D ist eine Führungsaufgabe. L & D will geplant, gestaltet und weiterentwickelt werden. So bedeutet L& D beispielsweise (gerade für KMU) Inselwissen abzubauen, welches oftmals bei den Gründern angesiedelt ist.  Was ist, wenn das Unternehmen verkauft wird oder die nachfolgende Generation antritt?  Wie kann das Unternehmenswissen dokumentiert und auf viele Schultern verteilt werden?

 

Hier kann Digitalisierung helfen: Mit kostengünstigen Tools lässt sich Wissen für alle Mitarbeiter an jedem Ort und zu jeder Zeit zugänglich machen. Standardisierte Prozesse können digital abgebildet werden, was zur Reduktion von Fehlerquoten, zu einer Erhöhung der Qualitäts- und Serviceleistung und damit zur höheren Zufriedenheit von Mitarbeitern und Kunden führt.

 

Auch für die Skalierung des Unternehmens ist die (digitale) Abbildung von Prozessen und Wissen nicht nur enorm hilfreich, sondern Voraussetzung.

 

Weiter kann „Lernen“ erfolgreich digital stattfinden: 70% des Lernens findet heutzutage am Arbeitsplatz statt. 20% im Austausch mit Kolleg/innen und (nur!) 10% in „echten“ Seminaren und Schulungen.

Mit Hilfe von Videos, Chats oder beispielsweise unternehmenseigenen Wikis können sich Mitarbeiter die Informationen beschaffen, die sie aktuell benötigen (Learning on demand).

 

Zu guter Letzt sei noch auf die Vorteile eines gut funktionieren CRM Systems hingewiesen. CRM ist deutlich mehr als ein Adressbuch. Mit einem auf den individuellen Prozessen basierenden CRM lassen sich sowohl KPIs, als auch der Bereich des Lernens (Zielorientiert anstatt Gießkanne!) sehr erfolgreich abbilden, planen und steuern.

 

Das Wichtigste bei allem: Planen Sie strategisch und setzen Sie dann die Dinge konsequent um, anstatt zu vieles dem Zufall zu überlassen.

 

Wenn Sie weitere Fragen haben

 

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Im Text wurden aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit nur eine Form, zum Beispiel die männliche, gewählt. Es sind immer alle Formen gemeint: M, W und D.